Ich gebe mich dem Fluss des Lebens hin

Ich gebe mich dem Fluss des Lebens hin

Ich gebe mich dem Fluss des Lebens hin

Hingabe. Vertrauen. Loslassen.

Ich weiß ja nicht, wies euch geht, aber mir ziehen sich bei diesen Worten direkt die Schultern zusammen. Mir fällt es immer mal wieder schwer die Kontrolle abzugeben. In meinem Kopf befinden sich ständig „Vorratsgedanken“ für verschiedene Eventualitäten. Ein Gewusel aus Ideen, Todos, Rückblenden, Gesprächskontrollen und Plänen. Da kann es schon passieren, dass ich wie ein Staudamm mitten im Flussbett stehe oder krampfhaft versuche seinen natürlichen Verlauf zu ändern. Und irgendwann bricht das Wasser sprichwörtlich über die Ufer und schwemmt meine Bemühungen mit sich fort.

Ganz ehrlich? Genau so war es in den letzten Wochen. Ein einziger Wechsel aus Staudamm bauen, überschwemmt werden, den Fluss mit aller Kraft in neue Ufer lenken wollen, überschwemmt werden. Und am Ende nur ein wildes Strudeln im Wasser. Ich war völlig unfähig noch oben und unten zu erkennen. Es reicht jetzt. Ich drücke die Pausetaste.
Ich gebe mich hin. Ich habe Vertrauen. Ich lasse los.

Hallo Fluss, bitte nimm mein wildes Herz, nimm meinen unbändigen Geist und beruhige meine stetig tanzende Seele. In deinem Rauschen will ich aufgehen und eins werden. Ich weiß, ich kann mich wieder finden, wenn ich mich jetzt loslasse.
Denn es gibt diese Zeiten. Da geht alles ganz leicht. Da bin ich voller Zuversicht und tief verbunden mit meinem Leben und alles fließt. Fließt von ganz allein. Wenn ich keinen Staudamm baue zumindest.

Also dann: Hingabe. Vertrauen. Loslassen. Ich gebe mich dem Fluss des Lebens hin.
Herzlich,
Eure Stephie